WILD CAMPING | 9 Regeln und Tipps für ein tolles Erlebnis in der Natur

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Wild Camping | Freies Campieren | 9 Regeln und Tipps für ein tolles Erlebnis in der Natur

Wildcampen ist traumhaft, speziell wenn man einen wundervollen Platz gefunden hat, der Einsamkeit und Ruhe verspricht. Es gibt dann nichts schlimmeres als wenn man erst den Dreck und den Müll der Vorgänger wegräumen muss oder der Gestank nach Exkrementen einem den Spass verdirbt. Leider habe ich schon solche Plätze vorgefunden und hätte vor Traurigkeit, Wut und Enttäuschung am liebsten laut geschrien. Bei solchen Anblicken ist es mir auch verständlich, dass es Länder gibt, in denen es einfach nicht mehr erlaubt ist. Aber um die Anzahl dieser Länder nicht weiter zu erhöhen, habe ich mich entschlossen, ein paar Regeln für das freie Campieren festzuhalten.

Respektiere die Natur und alle Lebewesen! Respektiere den Planeten Erde!

 

1. Das Recht des Reiselandes kennen

Stelle sicher, dass freies Campieren in dem Land, erlaubt ist. Einige Länder haben hohe Strafen und sind sehr streng. Hingegen gibt andere Orte, an denen es oft toleriert wird, wenn man sich respektvoll verhält. Wieder andere Länder haben keine Einschränkungen. Um Konflikte mit dem Gesetz zu vermeiden, solltest Du Dich vor Reiseantritt erkundigen.

2. Private Liegenschaften

Eigentlich erklärt es sich von selbst: Vermeide es, auf privaten Grundstücken zu übernachten. Manchmal kann es sein, dass es nicht ganz klar ist, ob das Grundstück privat ist. Da hilft nachfragen oder im zweifelsfall einen anderen Platz suchen.

3. Ruhe

Ruhe ist das Stichwort: keine laute Musik und kein Geschrei! Die menschlichen Nachbarn und die wilden Tiere werden es Dir danken. Mit etwas Glück kannst Du sogar Tiere in ihrer natürlich Umgebung beobachten! Kein Füttern von Wildtieren!

4. Lagerfeuer | Offenes Feuer

Ein Lagerfeuer ist eine wunderschön. Es ist romantisch, wärmt und hält lästige Moskitos ab. Auch Wildtiere halten Abstand je nachdem wo Du bist. Natürlich kannst Du auch Grillen und Dein Essen zubereiten. Bevor Du ein offenes Feuer entzündest, stell sicher, dass es erlaubt ist und dass Du nicht einen Waldbrand entfachst. In vielen Ländern sind offene Feuer in der Natur gesetzlich verboten, besonders in der Trockenzeit. Riskiere niemals einen Waldbrand und damit das Leben von Mensch und Tier. Respektiere unsere Umwelt!

5. Wasser

Verschwende kein Wasser – es ist eines der kostbarsten Ressourcen, die wir auf unserem Planeten haben.

6. Abfall

Nimm ALLE Abfälle mit und trenne sie. Vermeide die Verwendung von Kunststoff oder Aluminium, verwende stattdessen Glas- oder recycelbare Papiertüten oder Becher aus Edelstahl. Ich benutze immer die Tassen und Flaschen von Klean Kanteen.

7. Hunde

Wenn Dich Dein treuer Gefährte begleitet, dann lege ihn immer in der freien Natur an die Leine. Es ist sowohl für seine eigene Sicherheit wie auch die der wilden Tiere wichtig. Um seine Hinterlassenschaften aufzunehmen, verwende natürlich recycelte Kotbeutel!

8. Reinigung und Kosmetik

Verwende 100% biologisch abbaubares Spül– und Waschmittel.

Verwenden biologische, vegane, cruelty-free Kosmetik wie z.B. von Lavera, Logona oder Dr. Brunner. Es ist besser für Deine Gesundheit und für unsere Umwelt.

Wenn Du die natürliche Toilette unter den Bäumen nutzt, verwende auch einen recycelte Kotbeutel, wie bei Hunden um Deine Hinterlassenschaften mitzunehmen. 😉 Nutze ausserdem recycelbares Toilettenpapier. Alternativ kannst Du auch Deine Hinterlassenschaften im Erdreich vergraben. Dazu musst Du ein Loch mit mindestens 10 Zentimeter Tiefe graben.

NUR für die Damen

Anstatt Tampons gibt es wiederverwendbare Menstruationstasse. Es ensteht kein Abfall und es werden keine Bäume mehr für die Tampons benötigt. Ausserdem sparst Du viel Platz in der Kosmetiktasche und Dein Geldbeutel wird es Dir auch danken. Es gibt viele verschiedene Arten von Menstruationstassen. Sei geduldig, es wird nicht gleich beim ersten Mal perfekt funktionieren, Du brauchst etwas Übung. Aber nach ein paar Monaten wirst Du Deine Tasse nicht mehr hergeben wollen. 🙂 Ich kann den Diva Cup.

9. Keine Souvenirs

Nehmen Sie keine „Souvenirs“ mit. „Souvenirs“ können sein: lebende oder tote Wildtiere, Pflanzen, Steine, Sand und mehr. Es gibt geschützte Arten von Pflanzen und Tieren, die verboten sind ein- bzw. auszuführen. Es kann auch gefährlich werden, wenn “fremde” Tiere in ein anderes Ökosystem eingeführt werden. Beispiel: der asiatische Marienkäfer, eigentlich heimisch in Asien, wurde durch den Mensche in Europa und USA eingeführt und hat den heimischen Marienkäfer mittlerweile grösstenteils verdrängt. Der asiatische Marienkäfer kann ein Problem für die Weinproduktion bringen und ist zudem sehr gefrässig. Er ist mittlerweile zu einer echten Plage geworden.

Ausserdem sind in südlichen Ländern die Prozessionsspinner sehr häufig anzutreffen. Diese Begegnung kann für Kinder und Hunde tödlich enden. Lest hier mehr dazu.

Durch die Einhaltung dieser Regeln wird Dein nächstes freies Campieren garantiert zu einem einzigartigen Erlebnis!  

Wenn Du denkst, dass ich einen Hinweis vergessen habe, lass es mich wissen. Du kannst ganz einfach einen Kommentar unten hinterlassen.

Viel Spass beim freien Campieren!

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