DACHZELTAUSRÜSTUNG: 4 Tipps gegen Feuchtigkeit und kalte Füsse im Dachzelt

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Dachzeltausrüstung: 4 Tipps gegen Feuchtigkeit und kalte Füsse im Dachzelt

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich Feuchtigkeit im Dachzelt und nächtliches Frieren, speziell im Winter, vermeide.

Ich hab für euch meine Tipps zusammengefasst:

1. Abstandsgewirke | Mesh

Während meinen ersten Reisen nach Portugal hatte ich immer wieder die Situation, dass Morgens die Zeltwände von innen feucht waren. Matratze und Schlafsack waren klamm. Teils hat es sogar getropft. Im Winter war es besonders schlimm. Aber auch im Sommer wenn die Luftfeuchtigkeit vom Meer her sehr hoch ist, trat Kondenswasser auf. Der Versuch die Wände von innen mit einem Tuch zu trocknen, half nur bedingt. Abends war dann immer noch alles feucht, selbst bei warmem Wetter.

Winter: Ein Versuch mit einem kleinen Heizlüfter im Zelt schlug auch fehl, denn der bläst Heissluft und entzieht keine Feuchtigkeit. Die Durchlüftung im Zeltinneren wird auch nicht besser.

Nach einigen Recherchen bin ich dann auf das Abstandsgewirke oder auch Mesh genannt, gestossen. Das ist eine Art Lüftungsgewebe, dass unter die Matratze gelegt wird. Es ist flexibel, strapazierfähig, atmungsaktiv und besteht aus Polyethylen, besser bekannt als Plastik. Diese Unterlage lässt die Feuchtigkeit entweichen. Es kann keine Staunässe entstehen. Das Mesh ist im Schnitt je nach Hersteller ca. 1. cm dick und passt in jedes Dachzelt.

Seit ich diese Unterlage nutze, gehört ein feuchtes Dachzelt der Vergangenheit an, auch im Winter. Absolut empfehlenswert! Hier kannst Du sie bei Amazon kaufen!

Problematik beim Klappdachzelt: Beim Aufklappen klemmt sich das Mesh immer ein, deshalb schiebe ich es bevor ich aufklappe immer komplett unter die Matratze und ziehe es dann später wieder vor (siehe Video). Beim Zuklappen des Zeltes muss nichts beachtet werden.

2. Schlafsack – die Qual der Wahl

Zum Schlafen empfehle ich einen Schlafsack, der an die Aussentemperaturen angepasst ist.

Achtet auf die Angaben zur Komforttemperatur des Herstellers. Wie der Name schon sagt, ist die Komforttemperatur der Bereich, an dem der Durchschnittsmensch nicht friert.

Wichtig ist, dass Du Dir vor dem Kauf überlegst bei welchen Temperaturen Du im Dachzelt übernachten wirst. Möchtest Du im Winter nach Schweden, rate ich Dir zu einem Winterschlafsack, der mindestens -16C° oder mehr aushält.

Bist Du nur im Sommer in Spanien unterwegs, reicht ein Sommerschlafsack aus. Meiner hat eine Komforttemperatur von +5C°. Unterschätze niemals, dass es auch in südlichen Ländern im Sommer kühl werden kann. Speziell Wind kann den Körper schnell auskühlen. Mein Tipp: besser wärmer als zu kalt!

Hier geht’s auf Amazon zu den vorgestellten Produkten!

Warum keine Bettwäsche?

Im Gegensatz zur normalen Bettwäsche ist der Schlafsack und die Reisedecke atmungsaktiv und schnelltrocknend. Hinzu kommt, dass das Packmass von Bettwäsche viel höher ist als die eines Schlafsacks.

Damit nicht eine mögliche Restfeuchtigkeit vom Schlafsack ins Zelt übergeht, nehme ich ihn vor dem Zusammenklappen aus dem Zelt. Das hört sich umständlich an, aber ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Reisedecke lasse ich übrigens immer im Dachzelt.

 

3. Wärmeheizdecke für die Winterreise

Romeo und ich lieben sie – unsere Wärmeheizdecke. Es ist so gemütlich, warm und kuschelig. Die Heizdecke von Beurer, die ich verwende braucht höchstens 60W bei 220V. Die ersten 20 Minuten zum Aufheizen, nutze ich die 4. Stufe. Danach benötige ich nur die 2. Stufe oder sogar weniger. Dementsprechend sinkt dann natürlich auch der Stromverbrauch. Meine wärmste Empfehlung 🙂

Ich nutze die Heizdecke allerdings nur, wenn ein Stromanschluss zur Verfügung steht. Falls nicht, greife ich zur Wärmflasche.

Grossmama’s Bettflasche – meine Alternative zur Heizdecke. Mit heissem Wasser füllen und ab in den Schlafsack. Muss ich noch mehr erklären? 😉

P.S. Sobald ich ein doppeltes Batteriesystem habe (für meine nächste Winterreise), werde ich die Heizdecke über den Efoy Go! ausprobieren. Weitere Infos folgen.

4. Zeltheizung

Selbst nutze ich keine Zeltheizung, da bisher die oben beschriebenen Massnahmen ausgereicht haben. Probeweise hatte ich bereits mit einem elektrischen Heizlüfter getestet. Da allerdings das Zelt keinerlei Isolierung hat, zieht die Kälte nach dem Ausschalten in wenigen Minuten wieder ins Zelt. Für mich ein Hauptgrund auf diese nicht nachhaltige Variante momentan zu verzichten.

Trotzdem möchte ich euch zwei Möglichkeiten der Dachzeltheizung vorstellen, die mir bekannt sind und auch bereits empfohlen wurden:

Petroleumheizung mit Löschautomatik

Eine Petroleumheizung ist die günstige Variante. Petroleum funktioniert sehr gut bei tiefen Temperaturen im Minusbereich. Diese neuen Ausführung hat eine automatische Löschautomatik. Beim Kippen der Heizung wird der Docht nach innen gezogen und die Flamme erlischt. Die Bewertungen auf Amazon sind sehr gut. Diese Zeltheizung ist eine Empfehlung meines Automechanikers.

Luftheizung von Planar in Alubox

Bei dieser Variante wird die Luftheizung von Planar in eine Alubox gebaut und beheizt so das Dachzelt. Hierzu gibt es einen guten Beitrag mit einer detaillierten Bauanleitung auf Dachzeltnomaden.

 

Ich wünsche Dir wundervolle Träume im Dachzelt.

Deine Betty

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